Institut für Philosophie
Forschungsstelle Kritische Naturphilosophie
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Die Forschungsstelle Kritische Naturphilosophie befaßt sich mit wissenschaftlichen Konzepten der Natur in systematischer und historischer Perspektive. Im Vordergrund steht dabei die kritische Reflexion auf Voraussetzungen, Konsequenzen und Implikationen einer theoretischen Betrachtung der Natur. Die Auswirkungen auf die Gesellschaft und das Selbstverständnis der Menschen (Anthropologie) bilden dabei den Fokus der Forschungsarbeit. Damit ist explizit ein Brückenschlag zwischen Philosophie und Naturwissenschaften, aber auch zwischen theoretischer und praktischer Philosophie intendiert. [Mehr] |
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Mitarbeiter
- Apl. Prof. Dr. Myriam Gerhard
- Dr. Heide Homann
- Apl. Prof. Dr. Ulrich Ruschig
- Dr. Annette Sell, Ruhr-Universität Bochum (assoziiert)
- Apl. Prof. Dr. Reinhard Schulz
- Dr. Christine Zunke
Projekte
- Weltanschauung, Philosophie und Naturwissenschaft im 19. Jahrhundert
- Kritische Metaphysik der Biologie
- Was heißt kritische Naturphilosophie?
Publikationen
- M. Gerhard/ Ch. Zunke (Hg.), "Wir müssen die Wissenschaft wieder menschlich machen". Aspekte und Perspektiven der Naturphilosophie, Würzburg 2010.
- M. Gerhard/ Ch. Zunke (Hg.), Die Natur des Menschen, Würzburg 2012 (im Druck).
- M. Gerhard/ Ch. Zunke (Hg.), Die Natur denken, in Vorbereitung.
Tagungen
Naturauffassungen jenseits der Naturwissenschaften
10. - 11. Januar 2013
Organisation: Myriam Gerhard
Die Natur denken
Workshop
17./ 18. Februar 2011
A 14 - Hörsaal 3
Den Call for Papers erhalten Sie hier: Download
Das Programm erhalten Sie hier: Download
Das aktualisierte Programm (1.2.2011) erhalten Sie hier: Download
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Symposium: Die Natur des Menschen
11. Januar 2010, 14.00 s.t. - 18.00 Uhr, BIS-Saal
Organisiert von Myriam Gerhard (Oldenburg) und Christine Zunke (Oldenburg)
Referenten:
Prof. Dr. Kurt Bayertz (Münster): Hat der Mensch eine "Natur"?
Prof. Dr. Walter Jaeschke (Bochum): Der ganze Mensch. Zum Sinn und Widersinn einer anthropologischen Parole
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Workshop 2010: Die Natur des Menschen
11./12. Februar 2010 (A 14 Hörsaal 3)
Organisiert von Myriam Gerhard (Oldenburg) und Christine Zunke (Oldenburg)
Die Frage nach der Natur des Menschen ist so alt wie die Kulturgeschichte der Menschheit. Mögliche Antworten auf die Kernfrage der Anthropologie sind somit immer im Kontext der jeweils herrschenden Kultur zu verorten. Die alte, vermeintlich längst überkommene Frage nach der Natur des Menschen ist stets abhängig gewesen vom Entwicklungsstand der Kultur, aber auch vom jeweiligen Fortschritt in Technik und Naturwissenschaft. Nur so ist zu erklären, warum die Frage nach dem Wesen der menschlichen Natur stets bei Umbrüchen im Denken, bei bevorstehenden Epochenschwellen virulent wurde. Stand mit der darwinschen Evolutionstheorie die Stellung des Menschen innerhalb der Natur und seine Stellung im Verhältnis zu den Tieren im Mittelpunkt der Debatten, ist gegenwärtig vor allem die Stellung des Menschen und seiner Tätigkeiten zur Natur (Umweltphilosophie/ Umweltethik) und die generelle Verfügbarkeit der menschlichen Natur vor dem Hintergrund der Fortschritte im Bereich der Biotechnologie (z.B. Neuroenhancement) im Fokus der Diskussion. Angesichts der (zum Teil noch erwarteten) technischen Möglichkeiten der genetischen Manipulation des Menschen und der technischen Ersetzbarkeit einer Vielzahl körperlicher Funktionen des Menschen (z.B. durch Methoden der künstlichen Reproduktion), tritt die Frage nach dem Wert der menschlichen Natur in den Vordergrund. Der moralische Status des Menschen wird fragwürdig. Die Kernfrage der Anthropologie – was ist der Mensch? – wird zu einer ethischen Frage nach dem Wert des Menschen. Ist der Wert des Menschen intrinsisch zu begreifen, die Natur des Menschen somit substantiell aufzufassen oder ist der Wert des Menschen abhängig vom jeweils technisch Möglichen und damit rein äußerlich zu bestimmen? Nicht nur für die Medizinethik entsteht aus diesen Überlegungen heraus die Frage, ob die Bestimmung der Natur des Menschen handlungsleitend ist.
Der Bandbreite der möglichen Fragestellungen zum Theme der Natur des Menschen sind kaum Grenzen gesetzt. Im Rahmen des Workshops sollen die jeweils zu diskutierenden Ansätze auf dem Hintergrund der Reichweite der Naturphilosophie betrachtet werden. Die leitende Frage soll dabei sein, inwiefern die Naturphilosophie derart disparate Vorstellungen zum Begriff der Natur in sich vereinen kann oder soll.
Den Call for Paper erhalten Sie hier: >>Download<<
Leitung: Myriam Gerhard (Oldenburg) und Christine Zunke (Oldenburg)
Programm:
DONNERSTAG, 11. Februar
13.00 – 13.15 Begrüßung
13.15 – 14.45 Felix Ressel (Kassel): Die Wesensfrage des Menschen: Die philosophische Anthropologie und ihre Begründung durch Max Scheler
14.45 – 16.15 Klaus Erlach (Stuttgart): Die Geburt der Technik aus dem menschlichen Körper
16.15 – 16.45 Kaffeepause
16.45 – 18.15 Lajos Fodor (Hannover): Die wahnwitzige Wissenschaft
18.15 –19.45 Philip Hogh & Julia König (Frankfurt/M.): Der Stachel Natur. Warum menschliche Freiheit ohne Natur nicht denkbar ist
FREITAG, 12. Februar
9.00 – 10.30 Jörg Noller (München): Die Natur des Menschen als Achtung der Vernunft. Zum Verhältnis von Natur und Freiheit in Kants kritischem Begriff der Achtung
10.30 – 12.00 Enno Gesierich (Oldenburg): Freiheit oder Psychologie
12.00 – 13.00 Mittagspause
13.00 – 14.30 Martin Fries (Berlin): Gibt es ein angeborenes Streben nach Emanzipation? Zur Anthropologie in der Kritischen Psychologie Klaus Holzkamps
14.30 – 16.00 Attila Karakus (Frankfurt/M.): „Die Natur und die Natur des Menschen“ – Bemerkungen über ihr Verhältnis aus idealistischer Sicht
16.00 Kaffeepause & Ausklang
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Wie menschlich ist die Wissenschaft?
Workshop, 5./ 6. Februar 2009, BIS-Saal
Organisiert von Myriam Gerhard (Oldenburg) und Christine Zunke (Oldenburg)
Donnerstag, 5. Februar
10.00 – 11.30 Reinhard Schulz (Oldenburg): Naturphilosophische Fragen an die Bio- und Lebenswissenschaften
11.30 – 13.00 Jan Slaby (Osnabrück): Zur Idee einer kritischen Neurowissenschaft
13.00 – 14.00 Mittagspause
14.00 – 15.30 Philip Hogh (Frankfurt/M.): Auf der Suche nach dem verlorenen Ersten. Gesellschaftsvergessenheit und Metaphysik in der Hirnforschung.
15.30 – 16.00 Kaffeepause
16.00 - 17.30 Paolo Livieri (Padua): Der Begriff des Lebens. Logische Betrachtung in der Philosophie Hegels.
FREITAG, 6. Februar
10.00 – 11.30 Andreas Woyke (Darmstadt): Intelligent Design zwischen Religion, Wissenschaft und Philosophie – Versuch einer kritischen Bewertung
11.30 – 13.00 Josef Bordat (Berlin): Sehnsucht nach Sinn. Teleologische Wissenschaft als Metaphysikersatz
13.00 – 14.00 Mittagspause
14.00 – 15.30 Tilo Wesche (Basel): Naturalismus und negative Anthropologie. Zwei Grundpositionen der philosophischen Anthropologie
15.30 – 17.00 Hendrik Wallat (Hannover): Adornos Naturphilosophie zwischen Geschichtsspekulation und Erkenntniskritik.
17.00 Kaffeepause - Open End
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"Wir müssen die Wissenschaft wieder menschlich machen". Aspekte und Perspektiven der Naturphilosophie
16. Januar 2009, 9.00 - 16.00 Uhr, BIS-Saal
Ein Symposium der Forschungsstelle Kritische Naturphilosophie
Organisiert von Myriam Gerhard (Oldenburg) und Christine Zunke (Oldenburg)
Programm:
09.00 Uhr - 10.30 Uhr
Prof. Dr. M.Hagner (ETH Zürich)
Menschliche Wissenschaft und Epistemologie im Zeitalter der Extreme
Geht es um eine Logik der Forschung oder um eine Psychologie der Erkenntnis? Mit dieser Frage hat Thomas S. Kuhn zwei grundsätzliche Möglichkeiten der Wissenschaftsphilosophie benannt, um die Mechanismen wissenschaftlicher Erkenntnis zu erklären. In meinem Vortrag möchte ich vor allem die Entstehung der Psychologie der Erkenntnis in ihrem historischen Kontext untersuchen.
10.30 Uhr - 11.00 Uhr
Kaffeepause
11.00 Uhr - 12.30 Uhr
Prof. Dr. Ch. Illies (Universität Bamberg)
Anthropologie im biologischen Zeitalter
Die Naturphilosophie wurde im letzten Jahrhundert fast gänzlich von der Wissenschaftstheorie hinweggespült. Fast, denn eines ihrer klassischen Themen taucht immer wieder aus diesem Strudel auf: der 'Mensch'. Merkwürdigerweise scheint die philosophische Anthropologie ein Bereich zu sein, in dem die alten Grübeleien der Naturphilosophie nicht ohne weiteres durch Erklärungen empirischer Wissenschaften ersetzt werden können. Wenigstens in unserem Selbst-Verständnis halten wir daran fest, irgendwie anders als der Rest der Wirklichkeit zu sein. Ist dieses Festklammern nur der unzeitgemäße und verzweifelte Versuch, der Wahrheit über uns nicht ins Auge schauen zu wollen? Es lohnt, sich auf diese Frage einzulassen.
12.30 Uhr - 14.00 Uhr
Mittagspause
14.00 Uhr - 16.00 Uhr
Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Michael Hagner (ETH Zürich), Prof. Dr. Christian Illies (Universität Bamberg), Prof. Dr. Reinhard Schulz (Universität Oldenburg, Prof. Dr. Ulrich Ruschig (Universität Oldenburg) und Dr. Christine Zunke (Universität Oldenburg); Moderation: Prof. Dr. Myriam Gerhard.
Die Referenten:
Prof. Dr. M. Hagner (ETH Zürich)
Prof. Dr. Ch. Illies (Universität Bamberg)
Kontakt
- Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät IV - Institut für Philosophie
Forschungsstelle Kritische Naturphilosophie
26111 Oldenburg
- Apl. Prof. Dr. Myriam Gerhard
myriam.gerhard
uni-oldenburg.de
Tel.: +49(0)441 798-2836
- Dr. Christine Zunke
christine.zunke
uni-oldenburg.de
Tel.: +49(0)441 798-454
